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Übermäßiges Schwitzen / Schweißdrüsenabsaugung

Übersicht

 

OP-IndikationÜbermäßiges Schwitzen in der Achselhöhle
OP-DauerEine Stunde
NarkoseÖrtliche Betäubung: Tumeszenz
Stationärer AufenthaltAmbulant
AusfallzeitWenige Tage
KostenOP: 2.000,- € + MwSt., Botox: 450,- € + MwSt.
NachbehandlungKompression, Kontrollen
SportNach zwei Wochen

 

Einleitung

 

Normales Schwitzen ist ein physiologischer, sinnvoller Vorgang, bei dem der Körper seine Temperatur regelt.

Übermäßiges Schwitzen, zum Beispiel in der Achselhöhle (lateinisch: Hyperhidrosis, eingedeutscht: Hyperhidrose) hat keine Funktion mehr und ist sehr unangenehm. Dies reicht von der Geruchsbelästigung über herunterlaufenden Schweiß bis zu ständigen Flecken in der Kleidung, die schwer zu verstecken sind. Probleme im sozialen Kontakt mit Vermeidungsstrategien folgen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Achselschweiß anzugehen:

  1. Aluminiumhaltige Deos: Sie wirken mehr oder weniger, für kurze Zeit und stehen im Verdacht schädlich zu sein
  2. Botox: Botox blockt die Schweißproduktion. Das Botulinumtoxin wird direkt an die Schweißdrüsen in die Achselhöhle injiziert. Die Wirkung ist zuverlässig und hält circa vier Monate an. Wenn der Patient keine OP wünscht, können wir diese Art der Behandlung auch anbieten.
  3. Die Absaugung der Schweißdrüsen: Dies soll hier besprochen werden.
  4. Die Durchtrennung des Nervus sympathicus: Hier durchtrennt der Arzt den Nerv, der die Schweißproduktion und alle anderen automatischen, autonomen Regelungen für den Arm und die Hand steuert. Dafür ist ein chirurgischer Eingriff, eine Operation, von der Brusthöhle aus, des Thorax, nötig. Dies wird in thoraxchirurgischen Kliniken durch einen entsprechenden Facharzt angeboten.

 

Ursachen

 

Die Hyperhidrose kommt entweder durch hyperaktive oder zu viele Schweißdrüsen zustande. Sie arbeiten permanent und/oder bei psychischer Belastung (Stress) und/oder bei körperlicher Anstrengung. Dann rinnt der Schweiß und nervt …

 

Symptome und Verlauf

 

Die Symptome sind allzu bekannt: Feuchte/nasse Achseln, herunterlaufender Schweiß, durchgeschwitzte Hemden/Shirts, Schweißflecken, Geruchsbelästigung. Wenn dies auftritt, wird man noch nervöser als man ohnehin schon ist.
Wie kann man das beeinflussen?

Methoden der Entspannung und des Abbaus von Stress helfen sicher, die emotionale Ursache des Schwitzens zu mindern. Ob das reicht, muss jeder für sich selbst testen. Veränderte Lebensumstände können dazu beitragen, das Problem zu verringern. Ansonsten bleiben die oben genannten Verfahren, das Problem anzugehen.

Ziel der Behandlung bei uns in Berlin.

Wir wollen das Übermaß des Schwitzens beseitigen. Das „normale“, d.h. das physiologische Schwitzen, das nicht zu den oben genannten Symptomen führt, darf bleiben, muss es aber nicht. Es ist auch möglich, das Schwitzen komplett zu stoppen.

 

Ablauf der Behandlung

 

Die Behandlung mit Botox ist einfach und schnell: Das Medikament wird flächig in die Axilla injiziert. Nach wenigen Tagen beginnt es zu wirken, nach zwei Wochen sind die Schweißdrüsen für circa vier Monate vollständig geblockt.

Die Absaugung beginnt damit, dass in unserer Klinik die Achselhöhlen mit einer speziellen Medikamentenlösung (Tumeszenz) betäubt und für den Eingriff vorbereitet werden. Dann wird über einen kleinen Stich die Saugkanüle eingeführt und das Areal von den Drüsen befreit.

Der anschließende Verband komprimiert zusätzlich die Achselhöhle für drei Tage, dass sich die Haut anlegt.

Das Ergebnis der Schweißdrüsenentfernung ist dauerhaft.

 

Nachbehandlung

 

Wenn unsere Patienten in Berlin nach Hause gehen, bekommen sie alles Nötige mit: Schmerzmittel (wenig, es tut nicht sehr weh), meine Mobil-Nummer (just in case), gute Tipps und Ratschläge sowie Kontrolltermine.

Wir sehen nach, ob alles richtig heilt und das Ziel erreicht ist.

 

Risiken/Komplikationen

 

Bei einer Operation gibt es kein Null-Risiko!!! Bei guten, bei erfahrenen, Operateuren ist es klein.

Nach einer Schweißdrüsenentfernung schwitzt der Patient immer deutlich weniger. Allerdings kann es passieren, dass man das Ziel nicht komplett erreicht. Warum? Weil es bei dem Eingriff keine Möglichkeit gibt zu kontrollieren, ob man alles „erwischt“ hat: Schweißdrüsen sehen genauso aus wie die Fettzellen, in denen sie eingebettet sind. In dem Behälter, in dem das Gewebe bei der Saugung aufgefangen wird, sehen beide Gewebearten genauso aus. Natürlich hat der Operateur eine Technik, mit der alle Drüsen erreicht werden. Trotzdem können einige Drüsen „entwischen“. Dann kann man die Sache wiederholen.

 

Wann ist von der OP abzuraten?

 

Schwere Grunderkrankungen verbieten den Eingriff. Sonst gibt es keine Kontraindikationen gegen eine Schweißdrüsenentfernung.

 

Kosten/Erstattung durch die Krankenkasse

 

Die Kosten sind in aller Regel selbst zu tragen.

 

Weitere Infos

 

Folgende Autoren haben sich ausführlich mit dem Thema Schweißdrüsenentfernung beschäftigt: S. Darabaneanu, R. M. de Rezende





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