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Hyaluronsäure – Für eine schöne Haut

Übersicht

 

OP-IndikationRuhefalten, Volumenverlust
OP-Dauer10 – 30 Minuten
NarkoseBetäubungscreme
Stationärer AufenthaltAmbulant
Ausfallzeit0 – 2 Tage
Kosten400 € pro ml
NachbehandlungKeine
SportSofort

Einleitung

 

Hyaluronsäure, kurz: Hyaluron, ist eine Füllsubstanz, die als Gel unter die Haut injiziert wird. Durch die Injektion hebt sie die Haut an. Dadurch füllt sie zum einen Falten auf, zum anderen gleicht sie verloren gegangenes, abgebautes Volumen aus. Damit ist sie die klassische Substanz zur Faltenunterspritzung. Die Orthopäden nutzen sie, um sie bei Arthrose, das heißt Abnutzung der Knorpel der Gelenke, einzuspritzen. Sie kann auch verwendet werden, um Narben anzuheben.

Sie ist, zusammen mit Kollagen, der Baustein menschlichen Bindegewebes. Hyaluronsäure ist damit eine natürliche Substanz, gegen die es keine Unverträglichkeiten geben kann.

 

Ursachen und Mechanismen

 

Wenn der Mensch ein wenig älter wird, ändern sich Zusammensetzung und Anatomie des Gewebes.
Im Gesicht bedeutet zunehmendes Alter:

  1. Die Haut wird dünner, d.h. der Kollagengehalt nimmt ab
  2. Der Wassergehalt des Gewebes sinkt ab, denn das Kollagen der Haut bindet weniger Wasser.
  3. Die Haltestrukturen: Bänder und Faszien geben nach, d.h. das Gewebe folgt der Schwerkraft
  4. Das Fettgewebe schwindet, nimmt an Volumen ab
  5. Der Gesichtsschädel baut sich um. Dies geschieht dadurch, dass die Zellen, die Knochen abbauen, die Osteoclasten, aktiver werden.

Diese Veränderungen kann man beeinflussen, u.a. mit Hyaluronsäure.

 

Symptome und Verlauf

 

  • Zu 1. Dünne Haut bekommt eher Falten und Fältchen und ist empfindlicher
  • Zu 2. Gewebe mit geringerem Wassergehalt wird und wirkt weniger voll, weniger „gesund“, weniger frisch
  • Zu 3. Wenn die Gewebe nicht an ihrem Platz gehalten werden, bilden sich Falten, Hängebäckchen, Augenringe. Die gesamte Form des Gesichts ändert sich.
  • Zu 4. Das Gesicht wird und wirkt knochiger
  • Zu 5. Die Form des Gesichts ändert sich. Auffällig wird dies besonders in der Mundregion und der Unterkieferkante, denn Ober- und Unterkiefer werden weniger prominent.

All diese Symptome nehmen im Laufe der Zeit zu.

 

Ziel der Behandlung

 

Man erreicht mit einer solchen Behandlung:

  1. Die Folgen des Alterns werden weniger sichtbar, d.h. Falten und Volumenabbau
  2. Zudem kann man das Gesicht gezielt modellieren, z. B. die Jochbeinregion betonen, um einen Ausdruck in Richtung Exotik zu erreichen: Hohe Wangenknochen können simuliert werden, die gesamte Form des Gesichts kann beeinflusst werden.
  3. Volumenabbau kann auch eine Folge von Medikamenten sein: Patienten mit einer HIV-Infektion verlieren dadurch Fett im Gesicht und sehen knochig und „gespenstisch“ aus.
  4. Auch bei Extremsportlern kann das Gesichtsfett schwinden, dass das Gesicht hart und unnatürlich wird: Hyaluronsäure hilft.

 

Ablauf der Behandlung

 

Es gibt drei Sorten von Hyaluronsäuren. Sie unterscheiden sich in der Moleküllänge und sind dadurch fein, von mittlerer Konsistenz oder fest.

Das feine Gel nimmt man dann, wenn die Substanz ganz fein verteilbar sein muss: Zur Behandlung der Tränenrinne, d.h. zur Korrektur der Furche zwischen Unterlid und Wange und zur Vergrößerung von Lippen.

Die mittlere Konsistenz hilft zur Korrektur der Nasolabialfalte und der Mundwinkel
Die feste Hyaluronsäure nimmt man immer dann, wenn Volumen fehlt.
Hyaluronsäure wird immer vom Körper abgebaut: das feine Gel nach ca. 6 Monaten, das mittlere nach 12 und das feste nach etwa 24 Monaten.

Hat man entschieden, welche Sorte die richtige ist, wird behandelt. Zunächst wird eine Betäubungscreme aufgetragen, damit ist die Injektion schmerzarm bzw. schmerzfrei. Dies ist besonders bei der Lippenkorrektur wichtig. Der ganze Vorgang dauert 5 bis 15 Minuten. Das Ergebnis ist sofort zu sehen. Danach schwillt das Gewebe, in der Regel nur wenig, an, nach einem bis drei Tagen ist die Schwellung abgeklungen. Sport ist sofort möglich.

Cremes aus Hyaluronsäure sind weit weniger wirksam. Sie dringen kaum in die tiefen Schichten der Haut ein. Kapseln aus Hyaluronsäure helfen dem Hersteller, nicht dem Patienten.

 

Nachbehandlung

 

Früher hat man nachbehandelt, inzwischen weiß man, dass das nicht nötig ist. Wir bestellen unsere Patienten nach ca. einer Woche erneut ein, um zu sehen, ob das Resultat nach dem Abschwellen wirklich gut, d.h. gleichmäßig und symmetrisch ist. Wenn nötig, werden dann Feinkorrekturen durchgeführt.

 

Risiken/Komplikationen

 

Als Nebenwirkungen kommen Blutergüsse vor und werden vom Körper in wenigen Tagen abgebaut. In der Zwischenzeit können sie abgedeckt werden. Schwellungen sind möglich und verschwinden in der Regel rasch.

Unverträglichkeiten gegen Hyaluronsäure kann es -wie oben erwähnt- nicht geben. Allerdings sind Reaktionen gegen die beigefügten Stabilisatoren möglich, sie sind sehr sehr selten. Wird zu viel der Substanz gespritzt, kann der Überschuss mit dem Enzym Hyaluronidase abgebaut werden.

 

Wann ist von der Behandlung abzuraten?

 

Bekannte Allergien gegen die Stabilisatoren schließen eine Behandlung aus.

 

Kosten/Erstattung durch die Krankenkasse

 

Ist der Verlust von Volumen im Gesicht durch Medikamente bedingt, kann ein Antrag auf Kostenübernahme gestellt werden.

 

Weitere Infos

 

Folgende Autoren haben sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt: M. de Majo





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