Klinik für Handchirurgie

Die Hand ist ein hochspezialisiertes, hochdifferenziertes, hochkomplexes, hochwichtiges Organ unseres Körpers. Mit der Entwicklung des aufrechten Gangs wurde es von der Fortbewegung befreit und konnte sich als feines Greif- und Tastorgan entwickeln. Seine besondere Stellung zeigt sich unter anderem daran, dass es im Gehirn große Teile einnimmt, um sie zu steuern und ihre Wahrnehmung zu verarbeiten.

Die Hand macht den Mensch zum Menschen.

Wird sie krank, behindert uns dies erheblich. Schon ein Pflaster auf einer Fingerkuppe stört und behindert uns.

Die Chirurgie der Hand hat sich als eigene Disziplin entwickelt, eigene Methoden der Behandlung entwickelt, um mit besonders feinen Methoden ihre Funktion zu erhalten und so ihrer Bedeutung gerecht zu werden. Ganze rekonstruktive Kliniken beschäftigen sich mit ihr, spezialisierte Pflege ist notwendig.

Die Hand kann auf verschiedene Weise erkranken:

Verletzung/Unfall

Verletzungen der Hand sind häufig: Die Hand ist exponiert, packt zu, arbeitet. Das Spektrum ist breit: Die Verletzungen reichen vom kleinen Kratzer bis hin zur schwersten Quetschung und Amputation, letztere bedeuten große Chirurgie, eine große Operation und eine Behandlung in der Klinik, sei es in der Plastischen Chirurgie, sei es in der Unfallchirurgie.

Angeborene Fehlbildungen

Angeborene Fehlbildungen betreffen die Finger: Sie können zu lang, zu kurz oder zusammengewachsen, zu viel oder zu wenig sein, die Form und Struktur der Hand an sich können fehlen. Die Patienten sind meist jung, wenn sie zur Therapie ins Krankenhaus gehen.

Tumoren

An der Hand gibt es gutartige und bösartige Tumoren. Bösartige Veränderungen müssen in der Regel in der Klinik behandelt werden. Ambulant zu therapieren ist das -gutartige- Ganglion, eine Ausstülpung der Innenhaut der Gelenkkapsel (Synovia) oder der Sehnenscheide

Nervenkompression

Die beiden wichtigsten Nerven der Hand, der Nervus medianus und der Nervus ulnaris, können in Höhe des Handgelenks in ihren Logen komprimiert und damit irritiert und geschädigt werden. Man spricht bei der Kompression des Nervus medianus vom Karpaltunnelsyndrom, bei der Kompression des Nervus ulnaris vom Kompressionssyndrom in der Loge de Guyon. Bei diesen Veränderungen kann ambulant behandelt werden.

Überlastung

Die Hand und das Handgelenk sind ständig in Bewegung und belastet. Das kann ihre anatomischen Strukturen über die Belastungsgrenze hinaus beanspruchen. Folgende Strukturen können betroffen sein:

  • Gelenke: Es entsteht eine Arthrose
  • Sehnenscheiden: Die Folge ist eine Sehnenscheidentzündung (Tendovaginitis), besonders am Handgelenk, oder ein Schnappfinger / Springfinger (Tendovaginitis stenosans).

Morbus Dupuytren

Beim Morbus Dupuytren verhärtet sich aus unklarer Ursache die derbe Bindegewebsschicht der Hohlhand (Faszia palmaris), auch der Finger und bildet feste Knoten und Stränge. Diese tastet man, sie können schmerzen und die Finger der Patienten krumm ziehen.





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