Halslifting – Halsstraffung

Übersicht

 

OP-IndikationFolgen des Alterns mit Konturverlust
OP-DauerDrei Stunden. Minihalslift: Zwei Stunden
NarkoseVollnarkose. Minihalslift: Auch örtliche Betäubung
Stationärer AufenthaltEine Nacht. Minihalslift: Ambulant
AusfallzeitEin bis zwei Wochen
Kosten4500 € ohne Bett, Narkose und MWST. Minihalslift, die kleinere der Methoden: 2000 €
NachbehandlungAmbulante Wundkontrollen, Hautpflege
SportNach zwei bis drei Wochen

 

Einleitung

Die Folgen des Alterns der Halspartie beeinflussen die äußere Erscheinung stärker als die entsprechenden Veränderungen im Gesicht.

Vor allem stört, dass der Hals nicht klar vom Gesicht abgrenzbar ist, beide Teile mehr oder weniger stufenlos ineinander übergehen.

Dies ist immer wieder der Grund für eine ästhetische Halsstraffung.

Ursachen

Die Schwerkraft, nachgebende Haltestrukturen und das Gewebe selbst verändern im Laufe des Lebens den Hals:

  1. Gesichtsfett, das in jungen Jahren an den Wangen war, sinkt ab. Schließlich kommt an der Unterkieferlinie an und verursacht die typischen Bäckchen, die „jowls“.
  2. Die Haltestrukturen des wichtigsten Halsmuskels, das Platysma, geben nach und verändern den jugendlichen Unterkiefer – Hals – Winkel von 90 Grad in Richtung 45 Grad.
  3. Fett lagert sich ein und macht den Hals voller.

Symptome und Verlauf

Wenn sich die obigen Symptome: Bäckchen, Veränderung des Unterkiefer – Halswinkels und vermehrtes Fett am Hals selbst, ausgebildet haben, ist der Zeitpunkt für eine Halsstraffung, ein Lifting dieser Region, günstig. In Frühstadien spricht man von einem Doppelkinn.

Ziel der Behandlung

Ziel der Behandlung ist, den Zustand, so wie er einmal war, wiederherzustellen:

  1. Eine klar definierte und saubere Unterkieferlinie
  2. Einen Unterkiefer – Hals – Winkel von 90 Grad
  3. Eine optische Trennung, eine klare Unterscheidung vom Gesicht zum Hals

Es gibt allerdings Menschen, die nie einen Unterkiefer – Hals – Winkel von 90 Grad hatten, auch nicht in jungen Jahren. Dies kommt dadurch zustande, dass bei ihnen die Speicheldrüsen, die Glandulae submandibulares, prominent sind. Das kann man mit vernünftigem Aufwand nicht ändern und sollte man lassen, wie es immer war. Man kann dann genau diesen Zustand durch ein Lifting wiederherstellen.

Ablauf der Behandlung

Unsere Patienten werden über einen Schnitt, der überwiegend hinter dem Ohr und im Haar liegt, operiert. Dies bedeutet, dass er wenig sichtbar ist. Das Straffen beginnt.

Die Haut wird beim Lifting abgelöst, der Halsmuskel, das Platysma, freigelegt und richtig gestrafft (die Straffung des Muskels muss maximal sein), der Hautüberschuss entfernt und das Halsfett abgesaugt.

Sind die Veränderungen wenig ausgeprägt, kann die Operation statt über eine vollständige Halsstraffung als Minihalslift stattfinden.

Ein Kompressionsverband für eine Nacht minimiert Bluterguss und Schwellung.

Am Tag nach dem Eingriff (beim Minilift direkt nach der OP) verlassen unsere Patienten die Klinik und bekommen mit, was sie brauchen: Schmerzmittel, Hinweise zum Verhalten, meine Mobilnummer und einen Kontrolltermin.

Nachbehandlung

Regelmäßige Wundkontrollen finden nach dem Halslifting statt, die Haut wird von uns gepflegt. Fäden werden nach 14 Tagen gezogen.

Dann sind unsere Patienten wieder gesellschaftsfähig, der Großteil der Schwellung und des Blutergusses sind abgebaut.

Der letzte Besuch bei uns ist nach drei Monaten. Dann ist das endgültige Ergebnis nach dem Halslifting erreicht, die Narben sind kaum sichtbar, die innere Verheilung so gut wie abgeschlossen.

Risiken/Komplikationen

In operativen Fächern gibt es kein Null-Risiko!!! Bei guten, bei erfahrenen, Operateuren ist es klein. Der Facharzt – Standard ist einzuhalten.

Das wesentliche Risiko bei einem Halslifting besteht darin, den Gesichtsnerven, der zu den Muskeln des Mundes und zum Platysma führt, zu verletzten. Es ist minimal.

Passiert es doch, ist folgendes zu tun: Der durchtrennte Nerv muss gefunden und unter dem Mikroskop genäht werden. Er wächst dann langsam wieder vor und versorgt die betroffenen Muskeln wieder, allerdings nicht vollständig. Nachkorrekturen minimieren die Asymmetrie.

Wundheilungsstörungen und Nachblutungen im Halsbereich kommen vor, sind aber in unserer Praxis sehr selten.

Wann ist von der OP abzuraten?

Die Veränderungen durch das Altern müssen zu sehen sein. Dann lohnt sich der Aufwand, d.h. die Chirurgie, der vorher – nachher – Effekt ist deutlich.

Starke Raucher dürfen nicht operiert werden, denn dann sind Komplikationen, besonders Heilungsstörungen, absehbar.

Kosten/Erstattung durch die Krankenkasse

Die Kosten sind selbst zu tragen.

Weitere Infos

Folgende Autoren haben sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt: S. Aston





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