Eigenfettübertragung – Eigenfett per Liposuktion

Übersicht

 

OP-IndikationUmschriebenes Volumendefizit am Körper
OP-DauerEine Stunde
NarkoseVollnarkose; örtliche Betäubung möglich
Stationärer AufenthaltAmbulant oder eine Nacht stationär
AusfallzeitWenige Tage
Kosten1500 – 2500 €
NachbehandlungKühlung
SportNach vier Wochen

 

Einleitung

Eigenfett kann dazu dienen, Konturstörungen des Körpers auszugleichen.

Das dafür benötigte Fett wird per Liposuktion gewonnen, d.h. an einer anderen Körperstelle schonend abgesaugt, aufbereitet und in den Defekt injiziert.

Natürlich ist das eigene Fett komplett verträglich. Wenn es an der neuen Stelle, dem ehemaligen Defekt, eingewachsen ist, löst es das Problem dauerhaft.

Ursachen und Mechanismen

Konturstörungen entstehen nach Verletzungen, nach Tumoroperationen, bei angeborenen Fehlbildungen oder nach missglückter Liposuktion.

Lokales Gewebe wurde zerstört. Dann besteht zusätzlich zu dem inneren Defekt eine innere Narbe, die das Problem verstärkt und die lokale Durchblutung mindert. Bei angeborener Fehlbildung war das Gewebe nie vorhanden.

Symptome und Verlauf

Die Symptome sind unschöne Einziehungen, Dellen, innere Defekte sowie eine Asymmetrie. Nach einer Verletzung oder nach OP besteht zusätzlich zur inneren eine äußere Narbe.

Diese Symptome nach einer Zerstörung von innerem Gewebe verschwinden nicht von selbst. Man muss sie behandeln.

Ziel der Behandlung

Man möchte mit der Behandlung eine natürliche Körpersilhouette erreichen, harmonisch und symmetrisch.

Ablauf der Behandlung

Zunächst wird in einem Beratungsgespräch genau erläutert, was mit der Übertragung von Eigenfett erreicht werden kann und welche Fakten wichtig sind. Alle Fragen zur Methode werden beantwortet.

Der Eingriff findet in der Regel in Narkose statt.

Das Eigenfett wird zunächst am Körper per Absaugung schonend entnommen. Die Entnahmestellen sind je nach Konstitution unterschiedlich, der Bauch und die Taille als Fettpolster bieten sich an.

Nach der Fettabsaugung werden die Fettzellen schonend aufbereitet und in die betroffenen und zu modellierenden Areale injiziert. Das Lipofilling findet statt.

Es wird ein wenig überkorrigiert, denn 20 – 30 % des übertragenen Gewebes wachsen nicht an. Deswegen ist immer wieder eine zweite Operation, d.h. ein zweites Absaugen und Übertragen zur Nachmodellierung erforderlich. Ganz nebenbei werden dabei die Körpersilhouetten an der Entnahmestelle durch die Entfernung von Fettgewebe korrigiert. Das bedeutet: Die Figur wird besser!

Stichwort Stammzellen: Bei jedem Fetttransfer werden automatisch die Stammzellen, die in dem abgesaugten Gewebe enthalten sind, übertragen. Sie entwickeln im Zielgebiet ihre positive Wirkung. Eine Anreicherung dieser Zellen ist möglich, findet aber nur im Labor mit großem Aufwand statt, der in der Klinik nicht durchführbar ist. Er ist auch nicht nötig.

Nachbehandlung

Nach dem Eingriff kann der Patient in unserer Klinik bleiben oder nach Hause gehen.

Das Zielgebiet schwillt nach dem Eigenfett-Transfer an. Blutergüsse sind möglich. Abschwellende Medikamente und aufrechte Körperhaltung helfen, die immer auftretenden Folgen zu vermindern.

Nach wenigen Tagen ist man gesellschaftsfähig.

12 Wochen nach der OP zeigt sich das endgültige Ergebnis. Dann wird entschieden, ob das Ziel erreicht oder eine weitere Übertragung sinnvoll ist.

Ist das gewünschte Ergebnis erreicht, bleibt dies für viele Jahre bestehen.

Risiken/Komplikationen

In operativen Fächern gibt es keine Null-Risiken!!! Bei erfahrenen, bei guten Operateuren ist es klein.
Das Risiko einer Infektion ist minimal.

Verhärtungen und Unebenheiten des übertragenen Fetts sind selten und werden in der Regel abgebaut.

Ein Teil des Fetts wird resorbiert (siehe oben).

Wann ist von der OP abzuraten?

Wenn kein Fett zum Übertragen vorhanden ist, d.h. die Patienten sehr dünn sind, sollte man eher zur Hyaluronsäure greifen.

Infektionen an den zu behandelnden Stellen verbieten den Eingriff.

Kosten/Erstattung durch die Krankenkasse

Die Kosten sind selbst zu tragen.

Weitere Infos

Folgende Ärzte haben sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt: K. Ueberreiter, U. Tanzella





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