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Faltenbehandlung – Eigenfett per Liposuktion

Übersicht

 

OP-IndikationVolumenverlust an den Wangen, den Schläfen
OP-Dauer1 Stunde
NarkoseVollnarkose
Stationärer AufenthaltAmbulant oder eine Nacht stationär
AusfallzeitEine Woche für öffentliche Auftritte
Kosten1.500 – 2.000 €
NachbehandlungKühlung
SportNach vier Wochen

 

Einleitung

 

Übertragenes Eigenfett unterpolstert die Haut im Gesicht, gleicht damit verloren gegangenes, abgebautes Volumen aus und lässt das Gesicht frischer, gesünder und attraktiver aussehen.

Das benötigte Fett wird per Liposuktion gewonnen, d.h. an einer anderen Körperstelle schonend abgesaugt, aufbereitet und unter die Haut injiziert.

Dieses plastische Verfahren ist eine Alternative zur Behandlung mit Hyaluronsäure, kann Schönheit wiederherstellen und ist eine der Methoden, die dafür zur Verfügung stehen.

 

Ursachen und Mechanismen

 

Wenn der Mensch ein wenig älter wird, ändern sich Zusammensetzung und Anatomie des Gewebes.
Im Gesicht bedeutet das:

  1. Die Haut wird dünner, d.h. der Kollagengehalt nimmt ab
  2. Der Wassergehalt des Gewebes sinkt ab, denn das Kollagen der Haut bindet weniger Wasser.
  3. Die Haltestrukturen: Bänder und Faszien geben nach, d.h. das Gewebe folgt der Schwerkraft
  4. Das Fettgewebe schwindet, nimmt an Volumen ab
  5. Der Gesichtsschädel baut sich um. Dies geschieht dadurch, dass die Zellen, die Knochen abbauen, die Osteoclasten, aktiver werden.

Diese Veränderungen kann man beeinflussen, u.a. mit Eigenfett.

 

Symptome und Verlauf

 

  • Zu 1. Dünne Haut bekommt eher Falten und Fältchen und ist empfindlicher
  • Zu 2. Gewebe mit geringerem Wassergehalt wird und wirkt weniger voll, weniger „gesund“, weniger frisch
  • Zu 3. Wenn die Gewebe nicht an ihrem Platz gehalten werden, bilden sich Falten, Hängebäckchen, Augenringe. Die gesamte Form des Gesichts ändert sich.
  • Zu 4. Das Gesicht wird und wirkt knochiger
  • Zu 5. Die Form des Gesichts ändert sich. Auffällig wird dies besonders in der Mundregion und der Unterkieferkante, denn Ober- und Unterkiefer werden weniger prominent.

All diese Symptome nehmen im Laufe der Zeit zu.

 

Ziel der Behandlung

 

Man erreicht mit einer solchen Behandlung

  • Die Folgen des Alterns werden weniger sichtbar, d.h. Falten und Volumenabbau. Faltenbehandlung und Volumenaufbau sind möglich.
  • Zudem kann man das Gesicht gezielt modellieren, z. B. die Jochbeinregion betonen, um einen Ausdruck in Richtung Exotik zu erreichen: Hohe Wangenknochen können simuliert werden, die gesamte Form des Gesichts kann beeinflusst werden.
  • Volumenabbau kann auch eine Folge von Medikamenten sein: Patienten mit einer HIV-Infektion verlieren dadurch Fett im Gesicht und sehen knochig und „gespenstisch“ aus.
  • Auch bei Extremsportlern kann das Gesichtsfett schwinden, dass das Gesicht hart und unnatürlich wird: Eigenfett hilft mit dieser Form der Chirurgie.

 

Ablauf der Behandlung

 

Zunächst wird in einem Beratungsgespräch genau erläutert, was mit der Übertragung von Eigenfett erreicht werden kann und welche Fakten wichtig sind. Alle Fragen zur Methode werden beantwortet. Der Eingriff findet in Narkose statt.

Das Eigenfett wird zunächst am Körper per Absaugung schonend entnommen. Die Entnahmestellen sind je nach Konstitution unterschiedlich, der Bauch und die Taille als Fettpolster bieten sich an.

Nach der Fettabsaugung werden die Fettzellen schonend aufbereitet und in die betroffenen und zu modellierenden Areale injiziert. Das Lipofilling findet statt.

Es wird ein wenig überkorrigiert, denn 20 – 30 % des übertragenen Gewebes wachsen nicht an. Deswegen ist immer wieder eine zweite Operation, d.h. ein zweites Absaugen und Übertragen zur Nachmodellierung erforderlich. Ganz nebenbei wird dabei die Silhouette an der Entnahmestelle durch die Entfernung von Fettgewebe korrigiert.

Stichwort Stammzellen: Bei jedem Fetttransfer werden automatisch die Stammzellen, die in dem abgesaugten Gewebe enthalten sind, übertragen. Sie entwickeln im Zielgebiet ihre positive Wirkung. Eine Anreicherung dieser Zellen ist möglich, findet aber nur im Labor mit großem Aufwand statt, der in der Klinik nicht durchführbar ist. Er ist auch nicht nötig.

 

Nachbehandlung

 

Nach dem Eingriff kann der Patient in unserer Klinik bleiben oder nach Hause gehen.

Das Gesicht schwillt nach dem Eigenfett-Transfer an. Blutergüsse sind möglich. Abschwellende Medikamente und aufrechte Körperhaltung helfen, die immer auftretenden Folgen zu vermindern.

Nach einer Woche ist man in der Regel gesellschaftsfähig.

12 Wochen nach der OP zeigt sich das endgültige Ergebnis. Dann wird entschieden, ob das Ziel erreicht oder eine weitere Übertragung sinnvoll ist.

Ist das gewünschte Ergebnis erreicht, bleibt dies für viele Jahre bestehen.

 

Risiken/Komplikationen

 

In operativen Fächern gibt es keine Null-Risiken!!! Bei erfahrenen, bei guten Operateuren ist es klein.
Das Risiko einer Infektion ist minimal.

Verhärtungen und Unebenheiten des übertragenen Fetts sind selten und werden in der Regel abgebaut. Ein Teil des Fetts wird resorbiert (siehe oben).

 

Wann ist von der OP abzuraten?

 

Wenn kein Fett zum Übertragen vorhanden ist, d.h. die Patienten sehr dünn sind, sollte man eher zur Hyaluronsäure greifen, um das Gesicht zu modellieren.

Infektionen der Gesichtshaut verbieten den Eingriff.

 

Kosten/Erstattung durch die Krankenkasse

 

Die Kosten sind selbst zu tragen.

 

Weitere Infos

 

Folgende Ärzte haben sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt: K. Ueberreiter, U. Tanzella





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