Brustvergrößerung – Durch Brustimplantate (Silikon Brust) oder mit Eigenfett

Übersicht

 

OP-Indikation– Angeborene Unterentwicklung: Hypoplasie
– Angeborene Fehlbildung: Dysplasie, Aplasie
Erworbene Störung der Form nach Schwangerschaft,  Gewichtsabnahme: Ptose. Nach Tumor – OP: Asymmetrie
– Fehlende Harmonie zwischen Brust und Körper
OP-DauerEin- bis eineinhalb Stunden
NarkoseVollnarkose
Stationärer AufenthaltEine Nacht
AusfallzeitEin bis zwei Wochen
Kosten5.000,- € zzgl. Bett, Narkose und MwSt.
NachbehandlungRegelmäßige Kontrollen, zum letzten Mal nach drei Monaten. Spezial-BH.
SportNach vier Wochen

 

Einleitung

Die Brust der Frau ist schon immer Symbol der Weiblichkeit und wichtiger Teil femininer Ausstrahlung und Wahrnehmung, sowohl der eigenen als auch der fremden, d.h. mit Einfluss auf die Eigenwahrnehmung und die Fremdwahrnehmung. Eine schön geformte sowie ausreichend und angemessen große Brust ist Wunsch und Ziel.

Ursachen

Es gibt angeborene und erworbene Ursachen einer unschönen Brust.

Zu den angeborenen gehören:

  • Die Aplasie: Eine Brust ist nicht angelegt.
  • Die Hypoplasie: Die Brust ist -sehr- klein sein und passt nicht zum Körper.
  • Die tuberförmige / tuberöse / tubuläre Brust: Hier hat die Brust eine schlauchförmige Form, meist sind die Mamillen vorgefallen: Protrusion.
  • Das Poland – Syndrom: Eine Brustseite ist kleiner, viel kleiner oder nicht angelegt. Zudem kann bei dieser Fehlbildung der große Brustmuskel ganz oder teilweise fehlen. Kombinationen mit Fehlbildungen der Hand sind möglich.
  • Fehlbildungen der Brustwarzen, der Mamillen: Sie können -viel- zu groß sein. Bei Schlupfwarzen: invaginierte Papillae mamillae ist der Nippel eingezogen.

 

Zu den erworbenen Ursachen einer unschönen Brust gehören:

  • Formstörungen nach Schwangerschaft, Gewichtsabnahme oder Tumor-OP

Symptome und Verlauf

Liegt eine der oben aufgeführten Störungen vor, sind diese dauerhaft, sie korrigieren sich nicht von selbst. Plastische Chirurgie hilft das Problem zu lösen.

Psychische Beeinträchtigungen als Folge sind möglich: Die Frau fühlt sich nicht als vollwertige / vollständige Frau. Sie hat deswegen Probleme mit dem anderen Geschlecht, traut sich nicht auszuziehen etc.

Ziel der Behandlung

Ziel ist eine feminine, schön geformte sowie ausreichend und angemessen große Brust. Die bei jeder OP entstehenden Narben müssen so unauffällig wie möglich sein.

Ablauf der Behandlung

Ein solches Ziel kann mit folgenden Verfahren erreicht werden:

  • Mit einem Silikonimplantat
  • Mit Eigenfett
  • Mit dem Transfer von anderem Körpergewebe, d.h. einem Lappen, gestielt oder mikrovaskulär.

Das Silikonimplantat wird am häufigsten bei solchen Behandlungen verwendet. Es wird in der Regel hinter den großen Brustmuskel, den M. pectoralis major über einen Schnitt in der Unterbrustfalte, der Submammarfalte, eingesetzt. Varianten sind möglich. Dabei wird darauf geachtet, dass die vergrößerte Brust rund, harmonisch und symmetrisch zur anderen Seite aussieht.
Es gibt anatomische, d.h. tropfenförmige, und runde Implantate. Je nach der zu erzielenden Form entscheidet man sich für die eine oder die andere Variante.

Nach der Brustoperation kommt es vor allem durch den gedehnten Brustmuskel zu Beschwerden. Aber: Wir haben ein Motto. Es lautet: Wer schön sein will, muss NICHT leiden! Deswegen bekommen unsere Patientinnen in unserer Klinik ein sogenanntes Schmerzschema, d.h. alle zwei Stunden automatisch Schmerztabletten und Schmerztropfen. Damit wird der Schmerz geblockt, ehe er entsteht.

Man kann eine Brust auch mit Eigenfett vergrößern. Dabei muss man folgende Dinge beachten: Es muss genug Fett da sein, das man übertragen kann. Mit anderen Worten: Bei sehr schlanken Frauen ist zu wenig da. Eine Vergrößerung ist um maximal eine knappe Körbchengröße möglich.

Meist muss der Eingriff wiederholt werden, weil nicht das ganze übertragene Fett anwächst. Die Vergrößerung mit anderem Körpergewebe, d.h. einem Lappen, kommt nur bei der Wiederherstellung nach einer Krebs-OP in Betracht.

Bleibt die Brustform nach der Vergrößerung unschön, muss zusätzlich eine Bruststraffung durchgeführt werden. Dann reichen Brustimplantate allein nicht aus, um schöne Brüste zu formen, zwei Behandlungen in einer sind nötig.

Eingriffe an der Mamille, der Brustwarze, können ambulant in örtlicher Betäubung stattfinden: Unsere Patientin kommt, wir operieren, sie geht mit allem Notwendigen nach Hause und kommt am nächsten Tag zur Kontrolle wieder.

Nachbehandlung

Nach Brustvergrößerungen tragen die Patientinnen einen Spezial-BH für sechs Wochen, den sie von uns bekommen. Wenn nötig, wird zusätzlich ein Stuttgarter Gürtel angelegt. Er hält die Implantate an ihrem Platz.

Die Fäden werden nach zwei Wochen gezogen.

Anstrengende Tätigkeiten der oberen Körperhälfte dürfen für circa vier Wochen nicht sein, die Prothesen drohen sonst zu verrutschen. Das Brustimplantat muss in Ruhe einheilen können.

Das Endergebnis, d.h. wenn die Prothesen ihren endgültigen Platz gefunden haben und die gesamte Schwellung verschwunden ist, sieht man nach drei Monaten.

Risiken/Komplikationen

In operativen Fächern gibt es kein Null-Risiko!!! Bei erfahrenen, bei guten Operateuren ist es klein. Neben den normalen Möglichkeiten: Nachblutung, Wundheilungsstörung und Infektion (diese müssen nahe Null sein) gibt es spezifische Risiken bei einer Mammaaugmentation mit Implantaten:

Die Kapselfibrose: Verwendet man Silikonimplantate, kann sich eine Kapsel aus Fibrose, d.h. derbem Bindegewebe um das Implantat herum bilden. Die genauen Mechanismen sind unklar. Sie bildet sich meist in den ersten zwei Jahren nach der OP. Zum Glück gibt es eine Therapie: Man entfernt die gesamte Kapsel chirurgisch und tauscht die Prothese aus. Wir hatten in den letzten drei Jahren keine Kapselfibrose.

Seit kurzem ist ein Phänomen bekannt, das man bisher nicht genau einordnen kann, d.h. man weiß nicht, ob es einen ursächlichen oder einen rein zahlenmäßigen Zusammenhang gibt: Das Auftreten einer bestimmten Form eines Krebses des Lymphgewebes: ALCL. Genaue Zahlen gibt es nicht, zur Zeit wird das Risiko dafür mit 1:38.000 angegeben. Was man weiß: Wenn ein solcher Krebs doch auftritt, ist er gut zu behandeln und kann komplett geheilt werden. Genaues erkläre ich gerne in einem Gespräch.

Wann ist von der OP abzuraten?

Ist man sich des geringen, oben erwähnten, Risikos bewusst, gibt es keine festen Gründe gegen eine solche Brust-OP. Wenn eine deutliche Vergrößerung sein soll, muss ein Implantat genommen werden, der Fetttransfer geht dann nicht.

Kosten/Erstattung durch die Krankenkasse

Die Kosten für eine ästhetische Vergrößerung sind selbst zu tragen. Ist eine Wiederherstellung, eine Rekonstruktion, geplant, ist die Kasse zu fragen.

Weitere Infos

Folgende Ärzte haben sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt: J. T. Tebbetts, P. Hedén





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