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Brustasymmetrie (Mamma-Asymmetrie): Ungleiche Brust

Übersicht

 

OP-IndikationUnterschiedliche Form / Größe der Brüste
OP-DauerEine bis vier Stunden
NarkoseVollnarkose
Stationärer AufenthaltEine Nacht
AusfallzeitEin bis zwei Wochen
Kosten1.500,- bis 5.000,- € für den Eingriff
NachbehandlungSpezial-BH, Kontrollen
SportNach zwei bis vier Wochen

 

Einleitung

 

Die Brust (lateinisch Mamma) als Ausdruck der Weiblichkeit und Attraktivität soll schön und feminin sein. Zur Schönheit gehört die Symmetrie. Perfekte Symmetrie gibt es nicht, das hat die Natur nicht vorgesehen, aber ähnlich oder annähernd gleich sollen die Brüste schon sein.

Sind sie ungleich, schränkt dies eine Frau ein, besonders psychisch: Sie zieht sich ungern aus, das Intimleben leidet.

 

Ursachen

 

Asymmetrische Brüste sind in der Regel angeboren. Mit der Pubertät entwickeln und bilden sie sich: Rechts regelrecht, links nicht. Oder umgekehrt. Dieser Unterschied bleibt immer bestehen.

Eine Asymmetrie kann auch Folge einer Operation sein.

Es gibt einseitige Fehlbildungen, z.B. das Poland-Syndrom, bei dem sich die Brüste unterschiedlich entwickeln. Auf der betroffenen, fehlgebildeten Seite kann zusätzlich der große Brustmuskel (M. pectoralis major) fehlen, außerdem kann die Hand betroffen sein.

Eine weitere einseitige Fehlbildung ist die tubuläre Brust. Sie wird auch Rüsselbrust genannt.

 

Symptome und Verlauf

 

Bei der ungleichen Brust gibt es eine schönere / schöne und eine nicht schöne Seite. Sie unterscheiden sich voneinander in ihrer Form und/oder Größe. Gelegentlich sind auch die Brustwarzen, die Mamillen, unterschiedlich. Die Asymmetrie und der Größenunterchied wird bleiben und von selbst nicht besser …

 

Ziel der Behandlung

 

Das Ziel ist ein Busen (und eine Brustwarze), bei der die eine der anderen so nahe wie möglich kommt. Im Idealfall erreicht man Symmetrie, aber, wie gesagt: Symmetrie hat die Natur nicht vorgesehen …

 

Ablauf der Behandlung

 

Es gibt verschiedene Formen der Brust-OP, je nachdem, wie ausgeprägt die Unterschiede links – rechts sind. Ziel ist es, die Unterschiede zu kaschieren.

  • Sind die Unterschiede klein, kann eine Brustkorrektur um Brustwarze herum (perimamilläre Straffung) reichen. Bei dieser Gelegenheit können die Mamillen gleich mitoperiert werden.
  • Bei stärkeren Unterschieden wird mit einer Umverteilung des Gewebes im Inneren der Brust gearbeitet. Größenunterschiede von mehr als einer Körbchengroße werden mit Implantaten ausgeglichen. Das bedeutet, dass auf der kleinen Seite unter anderem eine Brustvergrößerung stattfindet.
  • Soll die größere der kleineren Brust angeglichen werden, wird die größere verkleinert: Das bedeutet: Unter anderem eine Brustverkleinerung.
  • Kombinationen der verschiedenen Verfahren sind möglich und häufig.

Nach der Operation bleiben unsere Patientinnen für eine Nacht auf unserer Station, wir möchten auf sie aufpassen.

 

Nachbehandlung

 

Wenn unsere Patientinnen nach Hause gehen, bekommen sie alles Nötige mit: Einen Spezial-BH (die Brüste müssen gehalten, das Gewicht abgefedert werden), Schmerzmittel (wenig, es tut nicht sehr weh), meine Mobil-Nummer (just in case), gute Tipps und Ratschläge sowie Kontrolltermine.

Dann sehen nach, ob alles richtig heilt.

Nach zwei Wochen werden die Fäden gezogen, drei Monate nach der Brust-OP ist das endgültige Ergebnis erreicht, d.h. die Region komplett abgeschwollen. Man sieht natürlich sofort nach dem Eingriff einen Unterschied, die Feinheiten brauchen jedoch Zeit.

 

Risiken/Komplikationen

 

In operativen Fächern gibt es kein Null-Risiko!!! Bei erfahrenen, bei guten Operateuren ist es klein. Wie bereits gesagt: Perfekte Symmetrie hat die Natur nicht vorgesehen …

Narben sind die notwendige Folge einer solchen Korrektur. In aller Regel werden sie wenig auffällig. Wenn nicht, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Abhilfe: Eine OP, der Laser oder die medizinische Tätowierung.

 

Wann ist von der OP abzuraten?

 

Schwere Grunderkrankungen verbieten eine Brust-OP. Infektionen im OP-Gebiet müssen zunächst behandelt werden.

 

Kosten/Erstattung durch die Krankenkasse

 

Die Kosten sind in aller Regel selbst zu tragen. Bei ausgeprägten Fehlbildungen kann ein Antrag auf Kostenübernahme gestellt werden.

 

Weitere Infos

 

Folgende Autoren haben sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt: J. Bostwick III





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